Urteil - Behandlung von rezidivierenden Pneumonien mittels intravenösen Immunglobulinen (IVIG)

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Der bei der beklagten Krankenkasse versicherte und seit 1998 leidende Kläger umgeht zum Teil jährlich mehrfach mit rezidivierenden, stationär behandelten Pneumonien (insgesamt mehr als 30 Krankenhausaufenthalte). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) behandelt ihn. – abgesehen von einer mehrmonatigen Unterbrechung 2009/2010 – fortlaufend auch in den infektfreien Intervallen ambulant mit intravenösen Immunglobulinen (IVIG), um die Häufigkeit und Schwere der Infekte wegen seines Antikörpermangelsyndroms (Immunglobulinmangel bei monoklonaler Gammopathie unbestimmter Signifikanz) zu reduzieren.

Da die Beklagte – fachkundig beraten – keine akut lebensbedrohliche, regelmäßig tödlich verlaufende Erkrankung sah, teilte sie der MHH mit, sie dürfe die IVIG-Behandlung nicht mehr zu ihren Lasten fortführen und lehnte den dahingehenden Antrag des Klägers ab. 

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