Urteil - Abrechnung der neurologischen Komplexbehandlung bei selbständigen Toilettengang des Patienten doch möglich -Bayerische LG -25.01.2018, L 4 KR 614/18

Bild: ctivedia
>> Zum Originalartikel

Inhalt und Quelle: siehe Link
hashtag: #Rechtsprechung #Komplexbehandlung #Arzt #Klassifikation #OPS

Wir berichteten bereits über die Entscheidungen des saarländischen Landessozialgerichtes zur Codierung des OPS-Code 8-981.1 (neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls, mehr als 72 Stunden), die nach Ansicht des Gerichts mit dem selbständigen Toilettengang des Patienten und der damit verbundenen Abkoppelung vom Monitoring nicht zu vereinbaren wäre (vgl. LSG Saarbrücken, Urteile vom 17.02.2016 – L 2 KR 172/14 – und vom 25.01.2017 – L 2 KR 64/14 -). Diese Entscheidungen hatten wir bereits deutlich kritisiert. Sie wird auch von anderen Gerichten nicht geteilt.Auch das bayerische Landessozialgericht hat in einer aktuellen Entscheidung vom 25.01.2018 (- L 4 KR 614/18 -) die Rechtsauffassung des saarländischen Landessozialgerichts verworfen und festgestellt, dass der kurze Gang zur Toilette und die damit kurzfristige verbundene Unterbrechung des Monitorings die Codierung des OPS-Codes 8-981.1 nicht hindert.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.