Urteil - Sturz während der Arbeit auf Toilette nicht unfallversichert - SG Heilbronn S 13 U 1826/17 - 27.12.2017

Sturz während der Arbeit auf Toilette nicht unfallversichert - SG Heilbronn S 13 U 1826/17 - 27.12.2017

Der Aufenthalt in einer betrieblichen Toilettenanlage ist  grundsätzlich nicht unfallversichert, was zu Folge hat, dass ein Sturz auf einem durch Seife verunreinigten Boden nicht unter Versicherungsschutz steht.

Ein  Mechaniker ging während seiner Arbeit auf die Toilette. Dort rutschte er auf dem nassen und mit Seife verunreinigten Boden aus und zog sich  bei einem Stoß am Wachbecken, eine Kopfverletzung zu. Anschließend war eine 4 tägige, stationäre Krankenhausbehandlung erforderlich. Nach einer Behandlung an der Nackenprellung und einer Gehirnerschütterung lehnte die Berufsgenossenschaft (BG) die Verletzung als Arbeitsunfall ab. Nach ihrer Auffassung ist der Aufenthalt auf der Toilette grundsätzlich eine private Angelegenheit und stehe nicht unter Versicherungsschutz. Mit seiner gerichteten Klage machte der ehemalig verletzte geltend, dass er aufgrund des rutschigen und verunreinigten Toilettenbodens sich die Verletzung zuzog. Diese Angelegenheit lege im Verantwortungsbereich des Arbeitgebers.

Das SG Heilbronn hat die Entscheidung der BG bestätigt.

Inhalt und Quelle - Originalartikel

#Arbeitsschutz #Unfall #Berufsgenossenschaft 

Bild: succo/Pixbay

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